Dieser Beitrag soll die Diskussion der Heftbesprechungen im Digedags-Forum unterstützen. Zitate aus: verschiedenen Quellen des www, sowie Mosaik von Hannes Hegen, Nr. 35. Hier geht es zur Hauptseite: www.mosafilm.de


Aus der Geschichte des Menschenfluges
Neos-Flugtag, Oktober 1959 (Startnummer 11: Henri und Maurice Farman)


Startnummer 11: Der Doppeldecker von Farman, das Vorbild für viele Flugzeugtypen um 1907.

Die Farman III auf der Luftfahrtschau in Reims 1909

Ihre Doppeldecker waren sieben Meter und die Tragflächen neun Meter lang. Er wurde von einem achtzylindrigen Gnome-Motor mit einer Leistung von 80 PS angetrieben, der am Rumpfheck montiert war, während das Höhen- und Seitensteuer am Leitwerk angebracht war.

Die erfolgreichsten Modelle kamen in den ersten Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus den Werkstätten der wohlhabenden Franzosen Henri und Maurice Farman.

Voison-Farman I

Graham White mit Henri Farman im April 1910

Startnummer 11:
Der Doppeldecker von Farman, das Vorbild für viele Flugzeugtypen um 1907.

www.luise-berlin.de:
Farman, Henri, * 26.5.1874 Paris, † 17.7.1958 Paris, französischer Pilot und Flugtechniker.
Der Sohn eines britischen Journalisten begann an der Ecole des Beaux Arts eine Ausbildung als Maler, sein Interesse galt jedoch mehr der Technik, vor allem Fahrrädern und Motoren. 1890 gewann er eine Fahrradmeisterschaft. Am 28.10.1907 gelangten Farman mit einem "Voisin-Doppeldecker (1907)", auch als Doppeldecker Farman I bezeichnet, Weiten von 350 m, 410 m und 771 m. Am 10.11.1907 flog er mit dem Flugzeug den ersten Vollkreis, und am 30.10.1908 flog Farman als erster von Stadt zu Stadt (Mourmelon-Reims). Mit seinem Bruder Maurice Alain Farman (1877-1964) modifizierte er den Doppeldecker von G. Voisin. Auf der Flugwoche in Reims 1909 gewann er mit einem mehr als 3stündigen Flug auf einem 10-km-Rundkurs um aufgestellte Pylone den Großen Preis, er legte dabei 170 km Flugstrecke zurück. 1909 gründeten die Brüder Farman auf dem Camp de Châlons bei Bouy an der Marne die Henri Farman Aeroplanes. Der dort konstruierte Doppeldecker Farman III, mit dem Farman auf der ersten Flugwoche in Johannisthal startete, war sowohl für militärische als auch für Trainingszwecke einsetzbar. 1911 rüstete Farman als erster in der Welt ein Flugzeug mit einer Funkstation aus. 1932 entwickelte er einen neuen Eindecker, der jedoch nicht die allgemeinen Erwartungen erfüllte.

www.bdli.de:
Issy-les-Moulineaux, 30. September 1907 - Der Flugzeugbau, anfangs noch in primitiven Baracken, Schuppen und Werkstätten betrieben, wuchs schnell zu einer Industrie heran, die alles daran setzte, die technischen Neuheiten modisch aufzuputzen und in klingende Münze umzusetzen. Ähnlich wie im prosperierenden Automobilbau schälte sich auch in der Flugzeugtechnik ein Normaltyp heraus, der sich am flugtüchtigsten erwiesen hatte. Die ersten aerodynamischen Erkenntnisse führten zu einem fischförmigen Rumpf und einer Verkleidung der vorstehenden Teile wie Motor, Propellernaben und Räder, um der Luft nur geringen Widerstand zu bieten.
Weil der Doppeldecker wegen seiner beiden übereinander liegenden Flächen am meisten Auftrieb erzeugte, setzte er sich gegenüber dem Eindecker durch. Die erfolgreichsten Modelle kamen in den ersten Jahren des vergangenen Jahrhunderts aus den Werkstätten der wohlhabenden Franzosen Henri und Maurice Farman. Ihre Doppeldecker waren sieben Meter und die Tragflächen neun Meter lang. Er wurde von einem achtzylindrigen Gnome-Motor mit einer Leistung von 80 PS angetrieben, der am Rumpfheck montiert war, während das Höhen- und Seitensteuer am Leitwerk angebracht war. Am 30. Oktober 1908 gewann er einen Städteflug zwischen Mourmelons und Reims.

www.glattpark.ch:
1908 fliegt Farman als Erster auf einem von ihm entscheidend verbesserten Voisin-Aeroplan eine geschlossene Schlaufe von einem Kilometer in Europa. «Dieser Tag geht in die Geschichte ein als der Tag, an dem, vor offiziellen Zeugen, die menschliche Intelligenz den Sieg davontrug über das Problem, das Ikarus ins Verderben stürzte, über das Leonardo da Vinci sich den Kopf zerbrach. Nie zuvor ist eine solche Leistung erbracht worden.» (London Times)
Die «Grande Semaine d'Aviation de la Champagne», die Flugwoche in Reims vom 22. bis zum 28. August 1909, wird von keiner ähnlichen Veranstaltung mehr übertroffen. Nach dem Flug Blériots über den Ärmelkanal kommt die feine Gesellschaft aus ganz Europa nach Bétheny bei Reims, um das bisher größte Treffen der Luftfahrer zu erleben. Am fünften Tag übernimmt Latham mit einem Flug von 150 km Länge die Führung im Streckenflug; der mit 50000 Francs dotierte Grand Prix für den längsten Flug scheint ihm sicher.
Am letzten Tag des Wettbewerbs zieht Farman seinen Doppeldecker aus der Halle. Das stoffbespannte Kastenleitwerk erinnert an «reihenweise zum Trocknen aufgehängte Wäschestücke im Hinterhof einer Waschfrau». Farman startet, zieht Runde um Runde um den Platz und hat nach zwei Stunden den Rekord von Wilbur Wright eingestellt. Abends landet er im Scheinwerferlicht und hat in 3 Stunden 4 Minuten 56 Sekunden 180 km zurückgelegt.
Henri, der 1909 mit seinem Bruder Maurice in Billancourt bei Paris eine Flugzeugfabrik gründet, erringt weitere Geschwindigkeits- und Höhenrekorde.

people.freenet.de/Fruehe-Flugzeuge:
Die Voisins konstruieren 1907 für Henri Farman eine verbesserte Version, die Farman I. Das Kastendrachenprinzip ist noch am Schwanzstück zu finden. Farman gewinnt mit diesem Flugzeug den Deutsch/Archdeacon Preis für den ersten geflogenen Kilometer auf einem Rundkurs.

Sammelbilder Liebig Company's Fleisch-Extract:
Serie 802/1:
[Die Fortschritte in der Luftschiffahrt], Farmans Drachenflieger. Flugapparat von Santos Dumont. Ellehammers Doppeldecker
Oben im Fluge der Zweidecker (Biplan) des bekannten französischen Aviatikers Henry Farman, von hinten gesehen. Unten im Vordergrunde der Doppeldecker des Dänen Ellehammer, mit dem der erste Flug auf dem Kontinent ausgeführt wurde. Im Hintergrunde links der Flugapparat des Brasilianers Santos-Dumont, ebenfalls Zweidecker. Rechts hölzerner Abflugturm.


Der Name Farman steht auch für ein weniger erfreuliches Ereignis in der Geschichte der zivilen Luftfahrt. Der erste Zusammenstoß zweier Verkehrsflugzeuge in der Luft ereignete sich bereits im Jahr 1922. In Zeiten ohne Flugflächen und GPS orientierten sich die Piloten der ersten Linienflugzeuge im Sichtflug am Verlauf von Straßen. So stießen eine französische Farman "Goliath" und eine britische De Havilland D.H. 18 über Nordfrankreich zusammen, als beide Piloten bei schlechter Sicht auf Gegenkurs einer Straße folgten.


Die Farman I der Brüder Voisin.

Farman gewinnt mit diesem Flugzeug den Deutsch/Archdeacon Preis für den ersten geflogenen Kilometer auf einem Rundkurs.

Doppeldecker der Brüder Farman

Weil der Doppeldecker wegen seiner beiden übereinander liegenden Flächen am meisten Auftrieb erzeugte, setzte er sich gegenüber dem Eindecker durch.

Voison-Farman I wird für den Flug vorbereitet (1907)

Sammelbilder Liebig Company's Fleisch-Extract: Serie 802/1: [Die Fortschritte in der Luftschiffahrt], Farmans Drachenflieger.

"In diesem Jahr ist der Festumzug zum Flugtage besonders schön!" .... "Das kommt daher, daß diesmal so viele historische Modelle zu sehen sind."

Startnummer 1-18:  Jedes Modell wird mit einem Mausklick näher vorgestellt!Startnummer 17: Die Junkers 23/24 aus Dessau, 1923Startnummer 18: Claude Dornier und die DO-X, 1929Startnummer 13: Igo Etrich und die berühmte Rumpler-Taube, 1910.Startnummer 12: Marquis d'Ecquevilly, 1908Startnummer 14: Das Luftschiff LZ4 des Ferdinand Graf von Zeppelin, 1908.Startnummer 16: WER KENNT DIESEN FLUGZEUGTYP (ca. 1918) ?Startnummer 11: Henri und Maurice Farman, 1907.Startnummer 15: Sopwith Triplane / Fokker DR I, 1916-1917Startnummer 5: Das lenkbare Luftschiff des Henry Giffard, 1852.Startnummer 10: Die Orville und Wilbur Wright, 1903.Startnummer 9: Hermann Ganswindt und sein Hubschrauber, 1901.Startnummer 8: Clement Adler, 1890.Startnummer 6: Der Gleitflieger von Otto Lilienthal,1891. Startnummer 4: Berblinger, der Schneider von Ulm, 1811.Startnummer 7: Alexander Moshaiski, 1882.Startnummer 3: Der Gasballon 'Charliere' startete ebenfalls 1783.Startnummer 2: Warmluftballon der Brüder Montgolfier, 1783.Startnummer 1: Der Raketendrachen des Wan Hu, um 1500.

Tipp: Jedes der 18 Modelle wird mit einem Mausklick näher vorgestellt!

Weitere Internet-Links zum Thema: siehe hier!
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