Dieser Beitrag soll die Diskussion der Heftbesprechungen im Digedags-Forum unterstützen. Zitate aus: verschiedenen Quellen des www, sowie Mosaik von Hannes Hegen, Nr. 35. Hier geht es zur Hauptseite: www.mosafilm.de

Aus der Geschichte des Menschenfluges
Neos-Flugtag, Oktober 1959 (Startnummer 17: Prof. Dr. Hugo Junkers)
Startnummer 15: Der Dreidecker 1916 ( Die angegebene Jahreszahl bezieht sich auf das britische Original, die abgebildete Maschine ist von 1917)


Early G24ge of 1926 with three Junkers L2 engines

Junker G24a, Registration A-26, Name: Osiris

Bereits im Jahr 1923 konnte Junkers mit seiner G23 das weltweit erste dreimotorige Verkehrsflugzeug vorstellen. Es bot Platz für 9 Passagiere und wurde kurze Zeit später durch leistungsfähigere Motoren zur G24 mit einem Startgewicht von 6500 kg weiterentwickelt bzw. ab 1925 umgerüstet.

Die Junkers G24 gehört von 1926 bis 1935 zur Flotte der Lufthansa.

Die neunsitzige Maschine eröffnet am 1. Mai 1926 um 2.00 Uhr morgens die erste Nachtflugstrecke der Welt. Bei Tempo 210 orientieren sich die Piloten an der "Lichterstraße"


G24 in Wien


G24 der Lufthansa

Startnummer 17:
Nach dem I. Weltkrieg begann man mit dem Bau von Ganzmetall-Verkehrsflugzeugen.

www.fh-merseburg.de:
  • Hugo Junkers, geboren am 03.02.1859 in Rheydt
  • 1878-1883 Maschinenbau-Studium an den Technischen Hochschulen Berlin, Karlsruhe und Aachen
  • 1889 Einrichtung einer Versuchsanstalt für Gaskraftmaschinen in Dessau
  • 1892 Entwicklung des Gaskalorimeters
  • 1895 Gründung der Junkers & Co. Fabrik für Gasapparate zur Warmwasserversorgung und Raumheizung in Dessau
  • 1897-1911 ord. Professur für Wärmelehre an der Technischen Hochschule Aachen
  • 1907 Patent für den Doppelkolbenmotor
  • 1908 Gründung des Kaloriferwerks Hugo Junkers Dessau
  • 1910 Patent für das Nurflügelkonzept im Flugzeugbau
  • 1915 Gründung der Forschungsanstalt Prof. Hugo Junkers Dessau
  • 1915 Fertigstellung des ersten Ganzmetall-Flugzeugs der Welt Junker J-1
  • 1916 Beginn der Serienproduktion von Ganzmetallflugzeugen
  • 1919 Gründung des Junkers-Flugzeugwerks in Dessau
  • 1919 Produktionsbeginn für das erste Ganzmetall-Verkehrsflugzeug der Welt F13
  • 1924 Gründung der Junkers-Motorenbau G.m.b.H. in Dessau
  • 13.12.1933 Nach schweren Differenzen mit den faschistischen Machthabern wurde Dr. Hugo Junkers unter massivem Druck aus seinem Unternehmen in Dessau verbannt. Die Junkers Flugzeugwerke wurden daraufhin zu einem der größten Rüstungsbetriebe im Deutschen Reich umfunktioniert.

Bereits im Jahr 1923 konnte Junkers mit seiner G23 das weltweit erste dreimotorige Verkehrsflugzeug vorstellen. Es bot Platz für 9 Passagiere und wurde kurze Zeit später durch leistungsfähigere Motoren zur G24 mit einem Startgewicht von 6500 kg weiterentwickelt bzw. ab 1925 umgerüstet. Im Laufe der Produktion wurden ständig Verbesserungen umgesetzt, so daß sich die technischen Parameter von Bauserie zu Bauserie unterschieden. Einige G24 wurden auch mit Schwimmern ausgestattet und als Wasserflugzeuge nach Finnland geliefert. Ihre Reisegeschwindigkeit lag bei 160 km/h, die Gipfelhöhe betrug 4950 m und die Spannweite erreichte bereits fast 30 m. Ab 1928 wurden insgesamt elf G23/G24 zu einmotorigen Frachtflugzeugen mit der Typenbezeichnung F24 umgebaut, welche die Deutsche Lufthansa auf verschiedenen Routen (anfangs Dessau-Köln und ab 1931 Berlin-Amsterdam) im Pendelverkehr einsetzte.
Das weltweit sicher bekannteste und erfolgreichste Junkers-Flugzeug Ju52 wurde 1930 zunächst als einmotorige Frachtmaschine gebaut. Daraus wurde 1931 die dreimotorige Ju52/3m entwickelt, welche aufgrund ihrer ausgezeichneten Flugeigenschaften und überzeugenden Zuverlässigkeit binnen kurzer Zeit zu einem der populärsten Flugzeuge in der Geschichte der zivilen Luftfahrt wurde. Bis zum Jahre 1937 kaufte allein die Deutsche Lufthansa 110 Maschinen dieses Typs; für viele andere Luftverkehrsgesellschaften weltweit blieb die Ju52/3m über Jahre hinweg das dominierende Standard-Passagierflugzeug. Die Maschine hatte eine Reichweite von 1300 km und konnte 15 Passagiere mit einer typischen Reisegeschwindigkeit von 185 km/h befördern. Die mit ihrer großen Verbreitung einhergehende allgemeine Bekanntheit führte natürlich auch zu verschiedenen Spitznamen. Wegen des vergleichsweise geräumigen kastenförmigen Rumpfes wurde sie unter anderem als "Fliegender Möbelwagen" betitelt. Im Bewußtsein vieler am Luftverkehr Interessierten bleibt sie aber weltweit die gute alte "Tante Ju". Nachdem die Nazis Hugo Junkers aus seinem Unternehmen in Dessau vertrieben hatten, wurde die Ju52/3m auch in großen Stückzahlen (~4850 Exemplare) als Militärmaschine gebaut.

www.junkers.de:
Schon im Jahre 1920 hatte Professor Junkers auf größere, mehrmotorige Flugzeuge gedrängt, um die Flugsicherheit, die Wirtschaftlichkeit des Flugverkehrs und die Bequemlichkeit der Flugreisenden zu erhöhen. Nach mehreren Entwürfen und aufgehalten durch die beschränkenden Bestimmungen des Versailler Vertrages begann im Jahre 1923 der Bau eines dreimotorigen Verkehrsflugzeuges, das die Typenbezeichnung G 24 erhalten sollte. Der bei der "Interalliierten Luftfahrt-Friedenskommission" (Ilük) eingereichte Antrag auf Zulassung mit drei Junkers-L 2-Motoren (zusammen 429 kW/584 PS) wurde abgelehnt, nur eine schwächer motorisierte Version mit einem Mittelmotor L 2 und zwei Außenmotoren Daimler D III a (gesamt 378 kW / 515 PS) erlaubt. Diese Variante erhielt die Typenbezeichnung G 23.
Dieser Typ wurde das erste dreimotorige Ganzmetall-Passagierflugzeug in der freitragenden Tiefdeckerbauweise. Es hatte neun Fluggastplätze als lederbezogene Edelsitze und zwei Plätze im Cockpit (Pilot und Flugmaschinist). Der Passagierraum war beheizbar und mit Innenbeleuchtung versehen. Im hinteren Rumpfteil befanden sich der Reisegepäck-Stauraum sowie eine Sanitärzelle (Toilette und Waschraum). Das Flugzeug war mit einer Funkanlage ausgerüstet. Die Motorisierung entsprach der erlaubten, teilweise wurden auch drei Motoren gleicher Leistung Daimler D III a (gesamt 354 kW / 480 PS) eingebaut.

www.berlin-spotter.de:
Seit 1919 lasteten auf der deutschen Luftfahrtindustrie die harten wirschaftspolitischen Auflagen des Versailler Friedensvertrages. So durfte zum Beispiel die G24 bei ihrer Indienststellung im Jahre 1925 in Deutschland nicht zugelassen werden. Dies hatte zur Folge, daß das Flugzeug unter eidgenössischer oder schwedischer Flagge betrieben wurde. Im Oktober 1925 wurden die Restriktionen von den Siegermächten jedoch teilweise gelockert, so daß im Juli 1926 in Berlin zwei neue G24-Maschinen der Lufthansa zu einem Fernflug nach Peking starten konnten.

Die üblichen Routen nach Fernost beherrschten zu jener Zeit die Briten, Franzosen und Holländer. Ihre kolonialen Besitzungen ermöglichten nicht nur den Aufbau einer Kette von Zwischenlandeplätzen und Stützpunkten, sondern rechtfertigten auch die Einrichtung der Fernrouten. Die deutschen Bemühungen waren daher auf Langstrecken ausgerichtet, die nicht über Kolonialgebiete führten. Am 23. Juli machten sich die beiden G24 daher zu einem 10.000-km-Erkundungsflug über die Sowjetunion nach China mit 17 Zwischenstopps auf. Sie verfügten jedoch weder über taugliches Kartenmaterial, Wetterberichte, Ersatzteildepots, noch über Ein- und Überfluggenehmigungen von seiten Chinas.
Die Expedition wurde von Dr. Robert Knauss geleitet. Über Königsberg, Smolensk, Moskau und Kazan erreichten die G24 Krasnoufimsk in Sibirien. Hier kamen die beiden Flugzeuge erst wieder in die Luft, nachdem eine neue Startbahn für sie angelegt worden war. In Irkutsk saß die Expedition 14 Tage fest, bis endlich die Einfluggenehmigung von China vorlag. Sie galt jedoch nicht für die beiden russischen Piloten des Teams. So verzögerte sich der Abflug von Tsitsihar in der Mandschurei nochmals um neun Tage, in denen die zuständigen Behörden über die vorliegende Rechtslage verhandelten. Angesichts des Bürgerkriegs, den chinesische Landesfürsten untereinander austrugen, konnte die Mannschaft von Glück reden, daß sie Peking nach 37 Tagen noch lebend erreichte.
Die Schwierigkeiten, die bei diesem Fluge aufgetreten waren, machten jegliche Hoffnung auf einen planmäßigen Luftverkehr nach Fernost zunichte. Schließlich kam die Lufthansa ihrem Ziel doch noch näher, indem sie eine Luftpostfirma namens Eurasia gründete. Diese Einrichtung wurde von der chinesischen Regierung unterstützt. Sie stellte eine Verbindung zur Transsibirischen Eisenbahn an der Grenze zur Mandschurei her und bediente ein ausgedehntes Netzwerk innerhalb des chinesischen Staates.

Dieser Typ wurde das erste dreimotorige Ganzmetall-Passagierflugzeug in der freitragenden Tiefdeckerbauweise.

Das weltweit sicher bekannteste und erfolgreichste Junkers-Flugzeug Ju52 wurde 1930 zunächst als einmotorige Frachtmaschine gebaut. Daraus wurde 1931 die dreimotorige Ju52/3m entwickelt, welche aufgrund ihrer ausgezeichneten Flugeigenschaften und überzeugenden Zuverlässigkeit binnen kurzer Zeit zum einem der populärsten Flugzeuge in der Geschichte der zivilen Luftfahrt wurde.

Junkers G24 (Modellbau Kit)

Junkers G24: Die Kabine ist bereits geschlossen und heizbar. Die Piloten sitzen nebeneinander und können sich während langer Flüge abwechseln.

Junkers G24

Junkers G23/24 Airplane Modelkit: VEB Plastikart 1/72

Junkers G23/24 Airplane Modelkit: VEB Plastikart 1/72

Junkers G23/24 Airplane Modelkit: VEB Plastikart 1/72

"In diesem Jahr ist der Festumzug zum Flugtage besonders schön!" .... "Das kommt daher, daß diesmal so viele historische Modelle zu sehen sind."

Startnummer 1-18:  Jedes Modell wird mit einem Mausklick näher vorgestellt!Startnummer 17: Die Junkers 23/24 aus Dessau, 1923Startnummer 18: Claude Dornier und die DO-X, 1929Startnummer 13: Igo Etrich und die berühmte Rumpler-Taube, 1910.Startnummer 12: Marquis d'Ecquevilly, 1908Startnummer 14: Das Luftschiff LZ4 des Ferdinand Graf von Zeppelin, 1908.Startnummer 16: WER KENNT DIESEN FLUGZEUGTYP (ca. 1918) ?Startnummer 11: Henri und Maurice Farman, 1907.Startnummer 15: Sopwith Triplane / Fokker DR I, 1916-1917Startnummer 5: Das lenkbare Luftschiff des Henry Giffard, 1852.Startnummer 10: Die Orville und Wilbur Wright, 1903.Startnummer 9: Hermann Ganswindt und sein Hubschrauber, 1901.Startnummer 8: Clement Adler, 1890.Startnummer 6: Der Gleitflieger von Otto Lilienthal,1891. Startnummer 4: Berblinger, der Schneider von Ulm, 1811.Startnummer 7: Alexander Moshaiski, 1882.Startnummer 3: Der Gasballon 'Charliere' startete ebenfalls 1783.Startnummer 2: Warmluftballon der Brüder Montgolfier, 1783.Startnummer 1: Der Raketendrachen des Wan Hu, um 1500.

Tipp: Jedes der 18 Modelle wird mit einem Mausklick näher vorgestellt!

Weitere Internet-Links zum Thema: siehe hier!
Zurück zur großen Übersichtsseite des Festumzugs (oder Klick auf li. und re. Abbildungen)