Dieser Beitrag soll die Diskussion der Heftbesprechungen im Digedags-Forum unterstützen. Zitate aus: verschiedenen Quellen des www, sowie Mosaik von Hannes Hegen, Nr. 35. Hier geht es zur Hauptseite: www.mosafilm.de


Aus der Geschichte des Menschenfluges
Neos-Flugtag, Oktober 1959 (Startnummer 4: Der Schneider von Ulm)

Startnummer 4: Am bekanntesten ist Berblinger, der Schneider von Ulm, geworden. 1811 versuchte er mit seinen Schwingen über die Donau zu fliegen und fiel dabei ins Wasser.


Berblinger, ein vielseitiger Erfinder und Konstrukteur (er entwickelte z.B. 1808 'künstliche Fußmaschinen' mit beweglichen Gelenken, Vorläufer der Prothesen), beschäftigte sich schon länger mit dem Traum vom Fliegen.
Startnummer 4:
Am bekanntesten ist Berblinger, der Schneider von Ulm, geworden. 1811 versuchte er mit seinen Schwingen über die Donau zu fliegen und fiel dabei ins Wasser.

www.wissen.swr.de:
Glück im Unglück hatte Albrecht Ludwig Berblinger, der Schneider von Ulm. In den Jahren 1810 und 1811 konstruierte er einen Flugapparat, mit dem er wie ein Vogel durch die Luft gleiten wollte. 1811 startete er von einer Donaubrücke - auch der bayerische König weilte unter den Zuschauern. Berblinger hatte leider nicht bedacht, dass über dem kalten Fluss keine Aufwinde herrschen, die ihn bei seinen bisherigen Versuchen lange genug in der Luft hielten. Die geplante Flußüberquerung gelang deshalb nicht, er stürzte ab und musste aus den Fluten gerettet werden.

www.s-line.de:
Berblinger, ein vielseitiger Erfinder und Konstrukteur (er entwickelte z.B. 1808 "künstliche Fußmaschinen" mit beweglichen Gelenken, Vorläufer der Prothesen), beschäftigte sich schon länger mit dem Traum vom Fliegen. 1811 sollte beim Besuch von König Friedrich I. von Württemberg in Ulm etwas Spektakuläres geboten werden: Man drängte Berblinger, mit einem selbst konstruierten Flugapparat über die Donau zu fliegen. Der Versuch misslang (vermutlich wegen der fehlenden Aufwinde über der Donau), Berblinger stürzte von der Adlerbastei ins Wasser. Danach war "der zweihundert Jahre zu früh geborene" (so ein Romantitel von Max Eyth über der Schneider von Ulm) nur noch Objekt des Spottes für die Ulmer Bürger. Er starb im Armenspital in Ulm.

www.gemeinsamlernen.de:
In der Zeit, in der Berblinger seinen ersten Flugversuch starten wollte, war der Besuch des württembergischen König Friedrich I. in Ulm angesagt. Was kann man ihm Spektakuläreres bieten, als einen Flug? Also wurde Berblingers Vorhaben auf den Termin gelegt, da der König in Ulm weilte, auf den 30. Mai.
Da ausgeschlossen werden kann, dass sich die Ulmer vor der Majestät blamieren wollten, ist anzunehmen, dass das Gelingen des Fluges als sicher galt. Aus den gewonnenen Erfahrungen dürfte Berblinger die Höhe seiner Absprung-Basis errechnet haben, denn auf die Adlerbastei, die sich 12 m über der Donau erhob, ließ er noch ein 7 m hohes Gerüst stellen. Somit wollte er aus 19 m die Donau überfliegen. Bis zum gegenüberliegenden Ufer waren es 64 m.
Doch als er springen sollte, wurde er unsicher, prüfte das bereits angelegte Gerät: „statt zu fliegen, sah man ihn nur tanzen. Dann erklärte er, es sei an einem Flügel etwas gebrochen, und heute könne er nicht fliegen“, so berichtet die Zeitung.
Der König zeigte sich nachsichtig und bemerkte: „dass jede Erfindung zu weiteren Fortschritten aufgemuntert werden müsse, wenn sie auch im Entstehen nicht gleich den Erwartungen entspricht."
Berblinger trat tags drauf - der König war abgereist - erneut an. Wenn auch die Flügel nachrepariert waren, im Gegensatz zum Versuchsgelände am Michelsberg fehlte hier über der Donau der Aufwind. Berblinger wird das wohl gespürt haben, aber die Gesetze der Thermik waren damals noch unbekannt. Berblinger stürzte wie ein Stein ins Wasser, aus dem ihn ein paar Schiffsleute retteten.
Die Reaktionen waren gnadenlos. Berblingers Absturz war nicht nur ein physischer, sondern auch ein gesellschaftlicher. Er verlor seine Kundschaft und damit seine Existenzgrundlage. Er floh eine Weile aus Ulm.
Der Schneider von Ulm in einer historischen Darstellung © dpa


Berblingers Absturz war nicht nur ein physischer, sondern auch ein gesellschaftlicher. Er verlor seine Kundschaft und damit seine Existenzgrundlage. Er floh eine Weile aus Ulm.

"In diesem Jahr ist der Festumzug zum Flugtage besonders schön!" .... "Das kommt daher, daß diesmal so viele historische Modelle zu sehen sind."

Startnummer 1-18:  Jedes Modell wird mit einem Mausklick näher vorgestellt!Startnummer 17: Die Junkers 23/24 aus Dessau, 1923Startnummer 18: Claude Dornier und die DO-X, 1929Startnummer 13: Igo Etrich und die berühmte Rumpler-Taube, 1910.Startnummer 12: Marquis d'Ecquevilly, 1908Startnummer 14: Das Luftschiff LZ4 des Ferdinand Graf von Zeppelin, 1908.Startnummer 16: WER KENNT DIESEN FLUGZEUGTYP (ca. 1918) ?Startnummer 11: Henri und Maurice Farman, 1907.Startnummer 15: Sopwith Triplane / Fokker DR I, 1916-1917Startnummer 5: Das lenkbare Luftschiff des Henry Giffard, 1852.Startnummer 10: Die Orville und Wilbur Wright, 1903.Startnummer 9: Hermann Ganswindt und sein Hubschrauber, 1901.Startnummer 8: Clement Adler, 1890.Startnummer 6: Der Gleitflieger von Otto Lilienthal,1891. Startnummer 4: Berblinger, der Schneider von Ulm, 1811.Startnummer 7: Alexander Moshaiski, 1882.Startnummer 3: Der Gasballon 'Charliere' startete ebenfalls 1783.Startnummer 2: Warmluftballon der Brüder Montgolfier, 1783.Startnummer 1: Der Raketendrachen des Wan Hu, um 1500.

Tipp: Jedes der 18 Modelle wird mit einem Mausklick näher vorgestellt!

Weitere Internet-Links zum Thema: siehe hier!
Zurück zur großen Übersichtsseite des Festumzugs (oder Klick auf li. und re. Abbildungen)